Atomkraft ist und bleibt gefährlich
Angesichts der aktuellen Atommüll-Transporte nach Niederbayern warnt der BUND Naturschutz in Bayern erneut vor den Risiken der Atomkraft. Dazu erklärt der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe: „Die Rückführung zeigt einmal mehr, wie absurd das gesamte Atomkraftsystem ist. Hochradioaktiver Müll wird mit immensem Aufwand, erheblichen Risiken für die Bevölkerung und enormen Kosten für die Steuerzahler*innen quer durch Europa transportiert. Dabei gibt es in Deutschland weiterhin kein sicheres Endlager. Angesichts dieser Tatsachen ist es geradezu unverantwortlich, dass in den aktuellen Koalitionsgesprächen erneut über eine Renaissance der Atomkraft diskutiert wird – dieses Kapitel muss endgültig geschlossen werden!“ Gleichwohl müsse der Müll, der ursprünglich aus deutschen Atomkraftwerken stammt, selbstverständlich zurückgenommen werden, betont Geilhufe.
Das Zwischenlager in Niederaichbach im Landkreis Landshut ist aus Sicht des BN derzeit allerdings nicht vollkommen sicher. BN-Energieexperte Kasimir Buhr erklärt: „Das Lager am ehemaligen AKW Isar war nie für eine so lange Aufbewahrung ausgelegt. Die Sicherheitsvorkehrungen müssen dringend verbessert werden. Das Lager muss gegen durch die Klimakrise zunehmende Extremwetterereignisse wie Hochwasser und Stürme gewappnet sein. Zudem hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa drastisch verändert. Die Gefahr durch Angriffe – etwa durch Terrorismus – ist in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.“