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BMW kriegt im letzten Moment die Kurve

Bund Naturschutz begrüßt Verzicht auf Offroad-Trainingszentrum im Naturpark Vorderer Bayerischer Wald

16.05.2007

Auf der gestrigen Hauptversammlung hat BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer Medienberichte bestätigt, nach denen der bayerische Autobauer seine Pläne für ein Offroad-Trainingszentrum in Rettenbach / Naturpark Vorderer Bayerischer Wald aufgibt. Der Bund Naturschutz begrüßt diese Entscheidung. Zahlreiche Bürger des Landkreises Straubing-Bogen hatten sich seit Bekanntwerden der BMW-Pläne im Februar 2005 mit großem Engagement für die Erhaltung der noch weitgehend ungestörten Natur- und Erholungslandschaft um Rettenbach eingesetzt. Das Projekt hätte unter anderem das einzige bekannte Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Auerhuhns im Vorderen Bayerischen Wald bedroht.

 

Der Bund Naturschutz wunderte sich schon seit langem, dass BMW für ein überflüssiges Trainingszentrum in derart sensibler Lage seinen Ruf riskiert hat. Eine traurige Rolle spielte der Kreistag Straubing-Bogen, der in voraus eilendem Gehorsam gegenüber BMW das betroffene Gebiet aus dem Landschaftsschutzgebiet „Bayerischer Wald“ herausgenommen hatte, um die BMW-Planungen zu ermöglichen. Dagegen hatte der Umweltausschuss des Bayerischen Landtags auf eine Petition des BN hin dem Kreistag und der Gemeinde eine Revision ihrer Entscheidung nahegelegt.

 

Umso erleichterter sind die Naturschützer nun, dass durch den Verzicht auf den BMW-Parcours ein wertvoller Naturraum mit vielen seltenen  Tieren und Pflanzen erhalten bleibt. Nun kann die Region aufatmen und nach vorne schauen. Die Qualitäten der Gegend für den Tourismus liegen in der herrlichen Landschaft und der Ruhe, die jetzt erhalten bleibt.  Dennoch hat der Bund Naturschutz volles Verständnis für den Wunsch der örtlichen Hoteliers und Wirte, den Fremdenverkehr anzukurbeln – und bietet hierfür seine Unterstützung an. Der Verband verfügt über Erfahrungen, wie sanfter Tourismus nachhaltig und im Einklang mit  Natur- und Landschaftsschutz mit großem Erfolg umgesetzt werden kann. Dieses Know-How wird der BN der Gemeinde St. Englmar und ihren Wirten bei Interesse gerne zugänglich machen.