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BUND Naturschutz trauert um ehemaligen Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald

Hans Bibelriether prägte den Naturschutz mit seinem Leitsatz: „Natur Natur sein lassen“. Der BUND Naturschutz zeigt sich tief betroffen und ehrt ihn als Vordenker natürlicher Waldprozesse.

26.02.2025

Zum Tod von Hans Bibelriether erklärt der Ehrenvorsitzende des BUND Naturschutz in Bayern, Prof. Dr. Hubert Weiger: „Mit Hans Bibelriether verliert der Naturschutz in Deutschland einen seiner großen Vordenker und Wegbereiter. Als Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald hat er mit dem Grundsatz ‚Natur Natur sein lassen‘ dem Naturschutz eine neue Zielsetzung gegeben. Denn dadurch wurde neben dem Einsatz für die Erhaltung naturnaher Kulturlandschaften auch der Einsatz für den Schutz natürlicher Prozesse, z.B. in Wäldern oder in Fließgewässern zu einem vorrangingen Ziel des Naturschutzes. Wenn heute in Deutschland zahlreiche Naturwälder ausgewiesen und in Kernzonen von Nationalparken und Biosphärenreservaten das Prinzip ‚Natur Natur sein lassen‘ gilt, geht das maßgeblich auf das Wirken von Hans Bibelriether zurück. Der Naturschutz in Bayern und ganz Deutschland verdankt ihm viel - nicht zuletzt, dass durch seinen unermüdlichen Einsatz, oft gegen erhebliche Widerstände, der Nationalpark Bayerischer Wald ein Leuchtturmprojekt des nationalen Naturschutzes geworden ist."

1977 wurde Hans Bibelriether vom BN mit der Bayerischen Naturschutzmedaille geehrt. Im Jahr 2022 zeichnete die BN-Kreisgruppe Passau ihn mit der Ehrennadel in Gold aus. Der Vorsitzende der Kreisgruppe, Karl Haberzettl, betont: „Der Nationalpark Bayerischer Wald genießt heute höchste internationale Anerkennung und große Akzeptanz in der Region. Hans Bibelriether hat maßgeblich dazu beigetragen, dass eine einst einkommensschwache Region zu einer prosperierenden Gegend wurde. Gerade weil Besucher hier ursprüngliche Wälder und natürliche Waldprozesse hautnah erleben können, ist der Nationalpark zu einem Besuchermagneten und einem Motor für den sanften Tourismus geworden – mit hoher Wertschöpfung für die Region."


Für Rückfragen:
Felix Hälbich, Pressesprecher, Referent für Medien und Kommunikation
Tel. 0 89 / 5 14 69 76 11; 01 71 / 3 37 54 59
E-Mail: felix.haelbich@bund-naturschutz.de